Thomas Tuchel hat einen der umstrittensten englischen Kader der jüngeren Geschichte benannt: Phil Foden, Cole Palmer, Trent Alexander-Arnold, Harry Maguire und Luke Shaw fehlen, während Ivan Toney überraschend zurückkehrt. Harry Kane ist Kapitän; Jude Bellingham und Noni Madueke sind dabei.
Die Streichungen lesen sich wie eine Nicht-aufstellen-Liste im Fantasy. Foden und Palmer, zwei der begabtesten Kreativspieler der Premier League, zahlen für von Verletzungen zerstückelte Vereinssaisons; Alexander-Arnold fliegt nach einem Jahr fast ohne Einsätze bei Real Madrid.
Tuchel tat nicht so, als wäre es schmerzlos — nach eigener Aussage gehörten die Anrufe zu den schwersten seiner Amtszeit — doch die Logik war ebenso taktisch wie persönlich: Er wollte keine fünf Zehner mitnehmen und sie aus der Position spielen lassen. Toneys Rückkehr, die erste für England seit seinem Wechsel nach Saudi-Arabien, ist die positive Überraschung, dazu John Stones, Madueke und Ollie Watkins. Die Binde trägt Kane; Bellingham ist die kreative Achse.
Wer so viel Talent zu Hause lässt, sollte besser recht behalten. England startet gegen Kroatien in Texas mit dem kleinsten Fehlerspielraum aller Favoriten.
Das Palmer-Risiko hatten wir vor Wochen in unserem Captain's-Call-Veto markiert, und der Kaderbekanntgabe-Kalender hatte dieses Datum als das entscheidende ausgewiesen. Ob es Mut oder Hochmut ist, klärt unser Press-Box-Urteil; die Fantasy-Folgen stehen in England nach den Streichungen.
Quellen: Sky Sports · ESPN · Al Jazeera.