Cristiano Ronaldo hat im Vereinsfußball alles gewonnen und eine EM — aber nie das hier. Bei einer Rekord-sechsten WM, mit 41 und als Anführer des amtierenden Nations-League-Siegers, hat er ein letztes Turnier, um sich die Trophäe zu holen, die einer glänzenden Generation entglitten ist. Gewinnt Portugal, stemmt er sie älter als jeder Kapitän zuvor.
Die Symmetrie ist unwiderstehlich: der gemeinsame letzte Tanz mit Messi, die zwei Karrieren, die eine ganze Fußball-Ära organisierten, am selben Ziel angekommen. Messi hat seinen Stern bereits; Ronaldos ist der unvollendete Satz am Ende einer ansonsten kompletten Geschichte.
Portugal hat den Kader — Martínez' tiefe, PSG-basierte 26 — und eine milde Gruppe, um Selbstvertrauen aufzubauen. Die Frage ist, ob ein 41-Jähriger die Speerspitze oder das Symbol ist, und für Portugal wie für Manager ist es dieselbe Debatte.
Der Größe wird selten ein perfektes Ende gewährt. Ronaldo hat einen Sommer, um das Gegenteil zu beweisen.
Stemmt er sie, schreibt er die Rekordbücher ein letztes Mal um; scheitert er, bleibt die große Lücke der goldenen Generation ungefüllt.
Quellen: FIFA — Portugal-Kader · Al Jazeera — Portugal-Vorschau.