Südkoreas Kader schreibt leise Geschichte: Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Jens Castrop wird der erste Spieler mit doppelter Staatsangehörigkeit in einem koreanischen WM-Kader, nachdem er sich für Korea statt Deutschland entschied. Gangwon-Verteidiger Lee Ki-hyeok mit nur einem Länderspiel ist die Überraschung dank K-League-Form.
Es ist ebenso ein kultureller Wandel wie eine sportliche Entscheidung. Ein Verband, lange auf der Kontinuität eigener Gewächse gebaut, hat nach außen geblickt, und Castrop — in Deutschland geboren und fußballerisch ausgebildet — ist das Symbol dafür, der erste Spieler mit doppelter Herkunft, den Korea zu einer WM mitnimmt.
Lee Ki-hyeoks Nominierung, ein einziges Länderspiel, ist der Romantik-Tipp, belohnt für eine herausragende Ligasaison vor bekannteren Optionen. Südkorea steht in Gruppe A mit den Gastgebern, dem Team, auf das es in der Eröffnungswoche des Turniers trifft.
Die interessantesten Kader sind nicht immer die stärksten. Südkorea hat eine Zukunft gewählt, nicht nur ein Turnier.
Es ist die Art Entscheidung, die die zwei Wochen der Kaderbekanntgaben zutage fördern sollten — die leise Geschichte hinter den Schlagzeilennamen.
Quellen: Football Today · Wikipedia — Kader 2026 · ESPN — alle 48 Kader.